Konzentrationsprobleme beim Lernen – Was tun dagegen?

Konzentrationsprobleme beim Lernen

Konzentrationsprobleme beim Lernen sind nichts ungewöhnliches und können jedem passieren. Du sitzt am Schreibtisch, möchtest wirklich lernen, aber deine Gedanken schweifen immer wieder ab.

Aber warum ist es so schwer, fokussiert zu bleiben? Und was kann man dagegen machen? Wieso so viele Menschen Konzentrationsprobleme haben und was du dagegen tun kannst, erkläre ich in diesem Artikel.

Ich erkläre dir die Ursachen, gebe dir Strategien zur Verbesserung deiner Konzentration und stelle dir verschiedene Strategien vor, wie du deine Konzentrationsprobleme überwindest. Konzentration kann man nämlich auf viele Arten verbessern. Dazu zählen unter anderem eine optimierte Lernumgebung, mentales Training, effektives Zeitmanagement um nur ein paar zu nennen.

Lies den Artikel und du wirst für dich viele neue Erkenntnisse bekommen, die du sofort umsetzen kannst.

Ursachen von Konzentrationsproblemen beim Lernen

Um deine Konzentration zu steigern, musst du erst einmal wissen, was sie beeinflusst. Du kannst sonst jegliche Strategie und Technik anwenden, sie wird dir nichts bringen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen inneren und äußeren Faktoren, die deine Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.

Innere Faktoren

  1. Motivationsmangel: Hast du kein Interesse am Lernstoff, dann schaltet dein Gehirn gewissermaßen auf Durchzug. Das kann unter anderem an unrealistischen Zielen oder fehlender Belohnungen liegen. Alleine diese beiden Faktoren senken die Motivation sehr stark und führen dazu, dass du nur halblebig lernst und nicht voll konzentriert bist, weil sich das Lernen für dich wie eine Qual anfühlt.
  2. Angst oder Stress: Kognitive Leistungen lassen unter dauerhaftem Stress nach. Ein gewisses Maß an Anpassung ist hilfreich um wach und fokussiert zu sein, aber sobald du in den „Panik-Modus“. verfällst durch eine fehlende Lernstruktur und daraus resultierender Überforderung, nimmt deine Konzentrationsfähigkeit ab. Du blockierst innerlich und dir fällt es schwer noch einen klaren Gedanken zu fassen.
  3. Ungesunde Lebensweise: Viele Konzentrationsprobleme resultieren auch aus körperlichen Faktoren, wie zu wenig Wasser trinken, zu wenig Schlag oder ungesunder Ernährung. Dein Körper ist in einer Lernphase auf Hochleistung und dabei solltest du ihn unterstützen. Ausreichend Proteine, gesunde Fette und Kohlenhydrate sorgen in dem Fall für maximale Leistungsfähigkeit beim Lernen.

Äußere Faktoren

  1. Ablenkung durch digitale Medien wie Smartphones, Social Media und Benachrichtigungen unterbrechen den Lernprozess und verringern die Aufnahmefähigkeit. Das Lernen erscheint dir im Gegensatz zu den anderen Reizen als weniger stimulierend und deswegen bist du für jegliche Art der Ablenkungen sehr empfänglich.
  2. Die Lernsituation: Schlechte Beleuchtung, zu viel Lärm oder eine unbequeme Sitzhaltung erschweren die Fokussierung. Ebenso ein unaufgeräumter Schreibtisch kann sehr negative Auswirkungen beim Lernen haben, weil in deinem Sichtfeld zu viele Ablenkungen vorhanden sind über die du dir Gedanken machen kannst.
  3. Negative Effekte des Multitaskings: Wer gleich mehrere Dinge gleichzeitig erledigen will, springt hin und her zwischen den Aufgaben. Das ist sehr ineffizient und sorgt dafür, dass du immer mehr unerledigte, offene Aufgaben hast über die du dir Gedanken machst.

Du musst 100% ehrlich mit dir selbst sein und jeden dieser inneren und äußeren Faktoren anschauen. Oft bringt eine kleine Veränderung sehr große Unterschiede und führt schon zu enormer Verbesserung deiner Konzentration.

Strategien zur Verbesserung der Konzentration

Prioritäten im Lernprozess setzen

Um die Konzentration während des Lernens zu verbessern, ist es entscheidend, Prioritäten zu setzen. Dies bedeutet, dass du dich zunächst auf die wichtigsten Aufgaben konzentrierst und weniger bedeutende Aktivitäten auf später verschiebst.

Beginne mit den Aufgaben, die am meisten Einfluss auf deine Lernziele haben. Dazu kannst du dir auch die „Eat the Frog“-Methode anschauen, die zahlreiche erfolgreiche Menschen im Berufsleben anwenden um schnellstmögliche Erfolge zu erzielen.

Gestaltung der Lernumgebung

Wie bereits erwähnt hat auch deine Lernumgebung großen Einfluss auf deinen Lernprozess und mit den folgenden 3 Punkten:

  • Ordnung schaffen: Ein aufgeräumter Arbeitsplatz verhindert unnötige Ablenkungen und sorgt für Klarheit im Kopf.
  • Gute Beleuchtung verwenden: Tageslicht ist das Beste oder warmes Kunstlicht durch helle Lampen kann deine Konzentration verbessern und verhindert, dass du schläfrig wirst während dem Lernen.
  • Ergonomische Möbel nutzen: Ein bequemer Stuhl und ein passender Schreibtisch tragen zu einer gesunden Haltung bei. Je aufrechter du sitzt, desto mehr signalisierst du deinem Körper, dass es jetzt wichtig ist sich voll und ganz der vor dir liegenden Aufgabe bzw. den Lerninhalten zu widmen.

Zeitmanagement und Pausen

Da du möglichst effizient lernen willst, ist es wichtig auch deine Lernzeit optimal einzuteilen:

  • Erstelle einen Lernplan: Eine klare Struktur hilft den Lernprozess zu steuern und das du dir während dem Lernen keine Gedanken machen musst, was du alles lernen musst.
  • Nutzen die Pomodoro-Technik: Arbeite 25 Minuten konzentriert und mache dann 5 Minuten Pause, so unterteilst du alleine zeitlich die schweren Lerneinheiten in kleine, machbare Abschnitte und bleibst dauerhaft motiviert.
  • Pausen einbauen: Dein Gehirn braucht Pausen, um neue Informationen verarbeiten zu können und es bringt nichts 3-4 Stunden am Stück zu lernen. Niemand kann so lange hochkonzentriert sein und maximale Leistung abrufen.

Gesunde Lebensweise

Zu einem gesunden Geist, ist auch deine körperliche Verfassung sehr entscheidend:

  • Esse Brainfood: Nüsse, Fisch, Avocados und dunkle Schokolade unterstützen deine Leistungsfähigkeit.
  • Trinken viel Wasser: 1,5 bis 2 Liter verbessern die Gehirnfunktion und sorgen dafür, dass du immer gut hydriert bist!
  • Sport treiben fördert die Durchblutung und steigert die mentale Leistungsfähigkeit.

Selbstmotivation im Studium fördern

Um die Selbstmotivation im Studium zu fördern, gibt es verschiedene Strategien, die Studierende anwenden können.

  • Ziele setzen nach der SMART Methode: Diese Ziele sollten spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Durch diese klare Zielsetzung bekommst du ein Gefühl von Orientierung und Kontrolle. Du wirst dadurch sowohl kurz- als auch langfristige Ziele viel leichter erreichen, weil du ständig Fortschritte siehst.
  • Lernprozess immer weiter anpassen und optimieren: Dein Lernprozess ist kein starrer Mechanismus, der für immer so bleiben musst. Es ist wichtig dich und deinen Lernprozess in regelmäßigen Abständen zu reflektieren. Das hilft dir deine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und deine individuelle Lernstrategie zu entwickeln mit der du deine Selbstmotivation weiter steigerst.

Diese Ansätze können nicht nur helfen, die Motivation während des Studiums aufrechtzuerhalten, sondern auch dazu beitragen, ein nachhaltiges Interesse am Lernen zu entwickeln.

Mentale Techniken

Für maximale Konzentration ist zudem auch deine psychischen Verfassung sehr entscheidend, die du niemals vernachlässigen solltest:

  • Meditation und Atemtechniken helfen, den Geist zu beruhigen und fokussierter zu werden.
  • Positive Selbstmotivation: Negative Gedanken durch konstruktive Selbstgespräche ersetzen.

Spezielle Übungen zur Steigerung der Konzentration

Konzentrationsübungen

Natürlich kannst du auch gezielt an deiner Konzentration arbeiten und diese verbessern:

  • Fokus-Training: Konzentriere dich bewusst für ein paar Minuten auf eine einzige Aufgabe und lasse keine Ablenkung zu. Je häufiger du bewussten Fokus trainierst, desto leichter wird es dir fallen deine Konzentration über längere Zeit aufrecht zu erhalten.
  • Gehirntraining: Gedächtnisspiele oder Sudoku fördern die kognitive Leistungsfähigkeit und können dir auf spielerische Art und Weise eine höhere Konzentrationsfähigkeit bringen.

Bewegungsbasierte Übungen

  • Kurze Workouts: Dehnen oder ein kurzer Spaziergang lockern deine Muskeln, lösen Verspannungen und sorgen für Endorphine-Ausstöße, die sich positiv auf deine Stimmung auswirken.
  • Bewegung in deinen Alltag einbauen: Zum Beispiel Treppensteigen, anstatt den Aufzug zu nehmen oder viel mehr gehen anstatt mit dem Bus zu fahren oder mit dem Auto zu fahren.

Je mehr du dich bewegst, desto natürlicher lebst du, du bist viel entspannter und siehst viel mehr von der Welt.

Einfluss von Musik auf Konzentration

Für viele kann es auch hilfreich sein Binaurale Beats beim Lernen zu nutzen oder entspannende Musik, die dir das Lernen erleichtert und etwas abwechslungsreicher gestaltet.

Dazu findest du auf Youtube eine sehr große Anzahl an Frequenzen und Musik, die nur dafür ausgelegt ist, deine Konzentration zu steigern und maximalen Fokus beim Lernen zu erreichen.

Umgang mit digitalen Ablenkungen

In der heutigen Zeit ist einer der meisten Gründe für Konzentrationsprobleme das exzessive nutzen von Smartphones, deswegen kann ich dir nur empfehlen dein Smartphone viel bewusster zu verwenden.

Schalte die Benachrichtigungen aus oder stelle dein Smartphone in den „Nicht stören”-Modus.

Nutze Apps zur Bildschirmzeitkontrolle um dich nicht selbst zu betrügen oder auch Apps wie “Forest” oder “StayFocusd” können dir dabei helfen, die Zeit am Handy zu reduzieren.

Plane außerdem digitale Auszeiten fest mit ein: Zeiten ohne Handy oder Computer bringen sehr viel Ruhe in dein Leben und tragen zu mehr Ausgeglichenheit bei.

Langfristige Strategien zur Aufrechterhaltung der Konzentration

Entwickle Routinen an die du dich hältst:

  • Halte eine klare Struktur bei deinen Lernzeiten ein um dein Gehirn an die Produktivitätszeit zu gewöhnen.
  • Reflektiere dich selbst: Analysiere Fortschritte und passe deine Strategien gegebenenfalls an.
  • Regelmäßig entspannen: Stress abzubauen können autogenes Training oder Yoga helfen.

Fazit

Konzentrationsprobleme beim Lernen sind weit verbreitet, lassen sich aber durch gezielte Maßnahmen erfolgreich bewältigen. Eine Kombination aus optimierter Lernumgebung, effektivem Zeitmanagement, gesunder Ernährung und mentalem Training sorgt für langfristige Erfolge. Wer diese Tipps umsetzt, wird schnell feststellen, dass konzentriertes Lernen keine unmögliche Herausforderung ist, sondern mit den richtigen Strategien gut gemeistert werden kann.

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